Wie kann ich die Festplatte auf Fehler scannen?

Festplatten sind wie alle Einzelteile eines Computers fehleranfällig. Glücklicherweise gibt es Programme, die Fehler früh genug entdecken und eine Datenrettung erleichtern können.

Windows kommt mit eigenem Programm

Da die Fehlersuche bei Festplatten eine so wichtige Aufgabe ist, hat Microsoft jeder Version von Windows das umständlich benannte Tool chkdsk, ein Kürzel für „check disk“, beigelegt. Das unter den Festplatteneigenschaften unter Extras versteckte Program führt nur zwei Arten von Scans aus: eine kurze Dateisystemprüfung und einen länger dauernden Datenblockscan. Erstere behebt vor allem kleinere, nicht physische Fehler, die zum Beispiel nach Systemabstürzen auftreten können. Die Datenblockprüfung untersucht die Oberfläche der Festplatte auf nicht mehr beschreibbare, also physisch defekte Sektoren.

Diese sind bei längerem Gebrauch weder zu vermeiden, noch in kleiner Anzahl Anlass zur Beunruhigung. Erst wenn sich diese häufen, ist ein schwerwiegender Fehler zu vermuten. Da das windowseigene Programm nicht viele Arten der Fehlerprüfung bietet, lohnt es sich, andere Alternativen auszuprobieren.

Die besten Tools kommen von den Herstellern

Wer kennt sich besser mit Festplatten aus als die, die sie herstellen? Western Digital, Seagate, Hitachi und andere Festplattenhersteller bieten verschiedene Werkzeuge für die Fehlersuche an. Meist funktionieren diese Programme auch mit Festplatten der jeweils anderen Hersteller, es wird aber empfohlen, die zur eigenen Marke passenden Versionen zu nutzen.

Western Digitals Data Lifeguard Diagnostics ist ein solches Tool und eignet sich vor allem als verbesserte Version des Windowsprogramms. Es verfügt ebenfalls über einen Schnell- und einen Intensivtest, die aber zusätzliche Faktoren untersuchen und detailliertere Informationen über den Zustand der Festplatte liefern. Darüber hinaus ist das Programm in der Lage, die SMART-Daten der Festplatte auszulesen, die weitere wichtige Informationen, zum Beispiel über die Anzahl der defekten Datenblöcke, liefern.

Von Seagate werden die Seatools angeboten, die eine etwas größere Palette an Hilfsmittel anbieten. Mehrere Arten von Tests, die unterschiedliche Funktionen der Festplatte überprüfen, bieten ein großes Spektrum an Hilfsmitteln, um Probleme frühzeitig zu erkennen.

Zu guter Letzt ist noch HDDScan zu erwähnen. Die kostenlose Software steht den anderen in nichts nach, ist aber nicht auf bestimmte Modelle

Mit diesen Werkzeugen sollten sich alle Fehler rechtzeitig erkennen lassen. Machen sich Probleme mit einer Festplatte bemerkbar, sollte umgehend ein Back-up erstellt werden, um Datenverluste zu vermeiden. Denn wenn sich ein schwerwiegender Defekt bereits eingetreten ist, können oftmals nur noch Profis Schlimmeres vermeiden und die Daten wiederherstellen.

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